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Mittwoch, 27 September 2006

Von Überraschungen, harter Musik und unverkäuflichen Medienträgern

So. Wieder hier. Lang ist‘s her und viel hat sich verändert. Wahrscheinlich nach außen hin mehr als innerlich, aber das ist gut so.
Wer es noch nicht bemerkt hat: Meine Wenigkeit zog um (Und beim packen ross sie sich den Arsch auf. Oder ein Bein aus. Aber das ist egal). Daraus folgt natürlich, dass ich die Schule wechseln musste, „torn out of my natural environment“, oder wie auch immer das richtig heißt.
Das Problem ist, ich weiß noch gar nicht wie ich das alles in Worte fassen soll, aber mein Bedürfnis zur Mitteilung ist groß. Und gewisse Menschen nerven mich jeden verdammten Tag damit, einen verdammten Eintrag zu verfassen. Every fucking day.
Naja, was hat sich denn alles verändert. Mein Zimmer ist lila und anstatt andere Menschen zu beobachten, werde ich bespannt. Fühlt sich richtig gut an. Man lebt viel bewusster.
Außerdem... scheine ich eine gewisse... Anti-Ordinärität auszustrahlen (wenn ich es halt selbst schreibe... und mir vorstelle wie es andere Menschen lesen... ach egal). Nicht nur den Menschen in den Häusern gegenüber, sondern auch denen in den Straßen fallen bestimmt schon die Augen aus (ganz zu schweigen davon wie ihre Bremsen aussehen, nachdem sie mich erblicken). „Hey, sieh mal, scheinbar ein Mensch.“ „Wou... Wou-wou-wou-wou! Jetzt mal gaanz langsam, du kannst mir nicht solche Angst einjagen, besonders wenn ich fahre. Und schau mal genau hin, is nur ‘n Kobold.“ „Na puh, da haben wir ja beide noch mal Glück gehabt.“
Ich nicke lauthals.
Außerdem erhebe ich meine Stimme gegen freilaufende Arschlochkinder, die größer und älter sind als ich. Hatz‘n und so.
Nun denn... es wäre wohl noch anzumerken, dass ich Bekanntschaften mit Antipoden gemacht habe und solchen, die gedanklich völlig auf dem Kopf stehen. Oder auf Kaufhäusern. Aber das kann ich auch, mit kaputten Knien und gebrochenen Nägeln.
Indes ist einer der Gründe für die gebrochenen Nägel wohl mein neuer Freund. Er ist wendig und immer ein wenig grünlich oder gräulich. Der Arme. Aber er hilft mir bei der Hausarbeit wo er kann und dafür bin ich dankbar. Danke kleiner Mr. Swiffer, danke für die lieben Worte.
Ein Dank geht auch an René und Sas(c)ha, ohne die ich all das bestimmt nicht geschafft hätte. Und Mr. Mundstück, selbst wenn uns etwas auseinander bringt, so finden wir doch wieder zu einander, denn ich weiß... wir können nicht ohne einander.
Hm, mir fehlen die Worte und wie uns ein Après-Midi zeigen kann, braucht man nicht immer welche verwenden, aber in den letzten Tagen ist mir bewusst geworden, das einem etwas fehlt, wenn man vergisst etwas zu sagen.
Es ist seltsam, dass ich aus dem Fenster blickend nicht eine kleine Familie mit Baby auf dem Balkon mehr sehe und verdammt noch mal nie mehr sehen werde. Überhaupt... „nie mehr“. Was ist denn das für ein Ausdruck. Das wird einem erst bewusst wenn man schon nach dem „mehr“ ist. Und egal wie man versucht es sich vorzustellen, es ist doch ganz anders als in Wirklichkeit. Und auch... sein Umfeld wechseln. All die Dinge auf die man achten will werden absolut unbrauchbar und egal, aber jede noch so kleine Angewohnheit, die man früher nicht bemerkt hat, die niemand in der Nähe bemerkt hat, wird inspiziert, ausgewogen und auf die Waagschale gelegt.
Aber andererseits... bemerkt man wer im Leben wirklich etwas ausmacht, wen man vermisst und warum. Und ich habe das Gefühl, dass das von beiden Seiten so gesehen wird. Und irgendwie macht mich das glücklich. medium_mond.._landschaft.jpg So glücklich, dass ich schweren Herzens anfangen möchte zu weinen, weil so verdammte Scheiße viel vor mir liegt, wovon ich noch keine Ahnung, aber Angst habe und ich will das gar nicht. Ich hab nicht danach gefragt. Trotzdem, ich bin diejenige, die immer sagt, dass alles seine guten Seiten hat und das hier auch. Und man sollte sich nicht von einer kurzen Laune beeinflussen lassen, sondern vom Gesamtbild und wenn wir ehrlich sind, dann ist da doch ganz schön viel pink mit drin und wir alle wissen was das heißt. In diesem Sinne... hat es doch etwas gebracht das hier zu schreiben, für mich zumindest, dass ich in diesem einen Satz erkennen konnte, was ich ständig denke, aber nie gewagt habe vor mir zu sehen und Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung (ein Sprichwort. Ich bin wieder so amüsant. Sagte die Grinsekatze und verschwand. Reimt sich das eigentlich?).
Na gut... es fehlt die Moral. Und das ist gut so.
Das war die Absicht.
*mit rotem Saft gefüllt langsam aus einem zerbrochenen Fenster steig*

Dieser Eintrag wurde teilweise mit extremer innerer Anspannung verfasst. Ich weiß nicht genau, ob es gut war, ihn hochzuladen. Aber ist egal. Irgendwo muss man ja einen Anfang machen. Hutscha.
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22:05 Veröffentlicht in Demonology & Heartache , My Sanity on the Funeral Pyre | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

Kommentarstatus

Hach... wie toll...ich liebe es bei sowas der erste zu sein^^
also ich versuche nun das, was ich dir vorhin(gerade) im icq geschrieben habe nochmal in andere worte (was is eigelb der unterschied zwischen worte und wörter??) zu fassen...
also..ich find den text sehr gelungen....irgendwie passt es nich zu mir was ich empfunden habe als ich den text gelesen habe (gott klingt das komisch übertrieben xD ) aber ich weiß nich wie ich das sagen soll... also ...ach ficken ich hab echt kein plan wie man das sagen soll!!
finde es auch sehr schön dass ich drinn vorkomme^^ das is gut so=)
also...bevor ich noch ZU viele punkte setze (;-) mach ich lieber schluss


viele grüße, auch an die die meinen kommentar hier lesen und sich einen ablachen was das für'n gesülze is

bis dann,
ich

Veröffentlicht von: Daniel (aka kluger junge..hühü) | Mittwoch, 27 September 2006

der unterschied ist ganz einfach. "wörter" sagt man, wenn man vom sinn des wortes spricht und "worte", wenn man von den worten als wortart o.ä. spricht... jaja... ich komm mri halt intelligent vor, ich geh besser wieder, sonst hält das noch an.

Veröffentlicht von: Holgazán | Mittwoch, 27 September 2006

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