Mittwoch, 18 Oktober 2006
Casablanca Memories
Ich weiß, dass es eigentlich nur Singular ist, aber da war nicht wenig.
Wie eine Kiste... eingestaubt und lange nicht mehr angesehen, geschweige denn berührt oder geöffnet. Viel daran gedacht, aber.... nicht getraut eben. Weil da so etwas wie eine Vorahnung war, eine Angst noch mal die Enttäuschung von damals erleben zu müssen.
Und jetzt... das Schlüsselchen gefunden, aufgemacht. Und auf einmal scheint die Schrift auf den Postkarten viel leuchtender als sie es das letzte Mal war, die Bildchen viel freundlicher und jedes noch so kleine Wort sprüht nur so vor lang vergessener Herzlichkeit.
Warum das mit den Kärtchen dann irgendwann ein Ende hatte scheint mir unwichtig. Für diesen Moment.
Ich sauge dieses alte Gefühl auf, als wäre es dieser süßliche Duft der einen an seine früheste Kindheit erinnert, ein zartes Stimmchen das weiter reden soll, während man lächelnd in einen Halbschlaf verfällt.
Wobei das mit dem Duft momentan so nicht stimmen kann. Schließlich bin ich erkältet. Aber gerade das hat es mir ermöglicht diesen Schlüssel zu finden, die Angst einfach etwas Vergessenes sein zu lassen und die Kiste zu öffnen. Auch auf die Gefahr hin, dass nicht alle Erinnerungen mich erfreuen werden.
Ich habe mich selten so kurz gefasst, aber ja, das wars.
-Here's to lowering caskets of old friends-
00:50 Veröffentlicht in A Letter to Someone like You, Demonology & Heartache | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken

































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