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Samstag, 30 Dezember 2006
Reel Horrorshow
Ich habe bestimmt 15 Mal hier angesetzt, aber jetzt werde ich fertig. Word.
Ich wundere mich über den kleinen flauschigen Teppich, der zwei Meter von mir entfernt im Zug liegt. Ist es denn schon wieder Zeit zum Beten? Noch dazu zu Laura Ashley?
Seit einiger Zeit – nun gut, seitdem ich mich erinnere denken zu können – beschäftigt mich die Frage, ob es sich denn lohnt, aus seiner Traumwelt auszubrechen um in der wirklichen Welt zu leben.
~Welcome to the real world, it sucks!~
Nicht, dass man alle seine Träume aufgeben würde, selbstverständlich nicht, ohne irgendwelche Ziele gibt es ja keine Richtung in die man geht und ohne Richtung steht man still. Auf Dauer stillzustehen ist nicht gut. Der Zug fährt weiter.
Aber zurück zum Thema, es wäre nämlich geradezu von bestialischer Ironie, wenn gerade ich aufgrund von Realitätsverlust einen Amoklauf begehen würde, beispielsweise. Nach all den Predigten...
Wäre es also nicht besser, sich verdammt nochmal damit abzufinden was vor sich geht und zu versuchen, das beste daraus zu machen? Klingt logisch. Muss ich zugeben. Warum dann nicht einfach mal voran? ![]()
Ich befürchte leider (ich befürchte leider, ich befürchte zu viel), dass manche von uns diesen plötzlichen Schub an Wahrheit nicht verkraften würden. Ich sehe mich als Paradebeispiel (nicht nur in dieser Hinsicht, aber wenns schon darum geht...) für diese Art Mensch, die wahrscheinlich so häufig anzutreffen ist wie... nein, nicht Sand am Meer, eher... Pink in meinen Haaren. Mal mehr, mal weniger, aber immer vorhanden (ein eher instabiles Beispiel wie ich schätze, aber eben sehr präsent). Ich bin schwächlich, habe das ganze Jahr über eine fahle Hautfarbe und erleide Heulkrämpfe, wenn Menschen in meiner Umgebung ernsthaft anfangen zu rappen. Nein, ich würde dieser Masse an Informationen nicht standhalten, wer beliebt mir zu widersprechen? Ach das bin ja iche... Die Füße, ich habe dich gewarnt vor die Füße!
Wo war ich? Achja. Unbefriedigende Erkenntnisse und ich komme zu keinem Schluss. Mein Eintrag neigt sich jedoch dem Ende zu, der Teppich wurde auch schon eingepackt. Na wunnerbar, und da sag mal einer ich wäre exzentrisch. –Tut ja keiner. –Weiter so.
.Ich habe wohl verlernt zu schreiben, aber das ist etwas womit ich mich später in der realen Welt auseinandersetzen werden muss (welch Satzbau!), oder nächste Woche. Dort sieht man sich. Oder eben nicht.
21:25 Veröffentlicht in Demonology & Heartache | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
Kommentarstatus
Hast du schon Griechenland besucht? Es ist ein wunderschönes Land. Ich bin da mit meinem Mann letzten Sommer gewesen. Alles war klasse.
Veröffentlicht von: Kristina | Samstag, 06 Januar 2007
Wo du recht hast, hast du recht.
Stell dir dein Leben vor wie eine Fahrradfahrt bei Nacht (toll, eine Sportmetapher, jetzt musst du dich aber echt angesprochen fühlen...)
Du trittst und trittst und alles was du sehen kannst ist das Licht, welches du selbst erzeugst. Licht nur solange, wie es die Bewegung gibt.. und irgendwann dann einmal, wenn du denkst "Nein, ich hab jetzt wirklich genug vom Treten, ich will nicht mehr, lasst mich einfach in Ruhe"- und aufhörst, rollst du wieder rückwärts den Berg runter. Wofür war dann deine Anstrengung? Treten wir weiter in die Pedale, sind wir irgendwann einmal oben :). Und du kannst dich den Berg hinunter rollen lassen.
Das Licht bleibt an. Und niemand sagt, dass du allein fahren musst *klingel*
P.S.: Ich war schonmal in Griechenland.
P.P.S.: Ich habe jetzt "I want to ride my bicycle" als Ohrwurm... Danke. Danke.
Veröffentlicht von: Lieblingsmensch | Samstag, 13 Januar 2007
































