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Samstag, 20 Januar 2007

¡Vos mato, Putas!

medium_DSC00333.JPG Wow. Nach einem kurzen (es waren ehrlich, ehrlich nicht mehr als fünf Minuten) Besuch im Reich der Blogs... könnte ich kotzen.
-Aber Anna, diese Fäkalsprache!
-Entschuldigung, ich werde mich bessern.
-Ich hoffe.
Wie man an früheren (=allen) meiner Einträge bestimmt bemerken konnte, bin ich mehr als desorientiert. Ziellos, geistig verwirrt, i don’t know jack.
Aber was sich manch andere Bewohner dieses (MEINEN EIGENEN!) Planeten einfallen lassen um ihre tieflichst innerlichst gefühltlichsten revolutionären Gedanken nach Außen zu tragen, ist... bestürzend. Diese professionellen Pseudologen, die sich realitätsfremd wie nie mit dem Begriff „Freiheit“ auseinandersetzen, mit Überzeugungen um sich werfend, brüllen mir ins Gesicht um mir, evil und unabhängig wie sie sind, zu erklären, dass sie als Neo-Chucks-Träger die einzig wahren Nachkommen und zukünftigen Träger der alternativen Kultur seien. Die Saat des Bösen ist gepflanzt.
Entschuldigt bitte, wenn da zu viele Worte sind, wenn das Thema abgedroschen ist, aber es überschlägt sich nun mal alles in meinem Kopf und mein innerlicher Morgenstern ist so aktiv, wie es beim Jüngsten Gericht nicht blutiger sein wird.
Mal ehrlich, ich höre täglich erwachsene Männer reden, singen, predigen, wie ungewiss alles in dieser Welt ist, dass Freiheit beispielsweise ein Begriff ist, zu dessen wahrer Definition wir gar nicht fähig sind, die dahinter steckende Bedeutung ist einfach zu groß, als dass wir sie in unseren mal mehr mal weniger kleinen Körpern aufnehmen könnten. Und dann sinnieren diese frisch-getönten (der berühmte Schnitt ins eigene Fleisch, es ist eher eine Zerstückelung meiner selbst) Fleischbatzen plötzlich darüber, dass ihnen manchmal die Gesellschaft einfach den Raum und die Luft zum Atmen nimmt.
Böse Gesellschaft! Aus, Gesellschaft, aus! Vielleicht gefällt es den Menschen nicht wie du sie behandelst, frag die Menschen doch bevor du sie so behandelst! Brave Gesellschaft, ja so ist gut, sitz. medium_atreyu_hundchen.jpg

Ich meine, ich trage auch Chucks, im Sommer zumindest, ich bin kein großer Fan dieser Weltordnung, aber es ist nun mal wie es ist. Wir betrachten unsere Umwelt praktisch nur theoretisch. Ich kenne ehrlich gesagt keinen Menschen der frei wäre. Wer es doch behauptet, der lügt, schamlos. Die Anzahl der Freien Menschen (ja, ich finde „Freier Mensch“ ist ein Eigenname) beschränkt sich höchstwahrscheinlich auf 50. ± 10. Weltweit selbstverständlich. Wer nicht alleine (alleine!) auf einem wunderbaren Berg Kilimandscharo (oder ähnliches) lebt, wird wohl nie erfahren wie es ist unabhängig zu sein, ohne jegliche Verpflichtungen, einfach mal in den Tag hinein leben, einfach mal laufen lassen, verdammt. Diese kurzen buchstäblich erleichternden Momente die einen beim Ski-Fahren ergreifen sind eben doch vergänglich. Vielleicht kleben sie an den Stellen fest, an denen wir vorbei fahren.
medium_DSC00154.2.JPG Vielleicht ist ja Freiheit auch ortsabhängig. Mal schnappt sie dich während du im Laufschritt nach einem Mango-Eis suchst und im nächsten Moment bleibst du stehen, siehst dich um, weißt nicht was da gerade passiert ist, aber es ist etwas anders. Und mit einem gedanklichen Schulterzucken ist auch der Moment wieder vorbei.
Das ist wohl ganz gut so. Man sollte sich nicht an das gewöhnen, was man nie hatte und nie haben wird, egal wie verlockend und verführerisch es ist. Darauf zähle ich zumindest, ein wenig hämisch grinsend und werde immer die Tochter meines Vaters bleiben
Da hält auch Nikola Sarcevic nach knapp drei Stunden den Mund. Und der ist bekanntlich nie lange still, zumindest nicht bei mir daheim. So viel zu meiner Melancholy Protection.

00:45 Veröffentlicht in Demonology & Heartache | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken

Kommentarstatus

"Trackbacks". Gott. nicht mal mehr das wort "Kommentare" wird in der deutschen Gesellschaft (womit wir ja beim thema wären^^) akzeptiert. Aber zum thema der Verenglischung (welch tolles wort) der Muttersprache hatten wir ja in Deutsch bereits ein mehr als amüsantest Arbeitsblatt.
Außerdem will ich nichts gegen die Verenglischung (ich muss es wieder verwenden) der deutschen Sprache sagen, schließlich bin ich selbst Bestandteil dessen.
Mir sind zwei fehler aufgefallen:
Bei "i don’t know jack" müsstest du das "I" groß schreiben. Du könntest es nun auf das allgemeine kleinschreiben (dann muss dieses wort wohl auch klein geschrieben werden) im Internet schieben, doch da du dich dieser wiedersetzt und auf die Rechtschreibung achtest, würde ich dir diese Ausrede niemals.. NIEMALS abkaufen.
Und der zweite Fehler ist nur bedingt ein Fehler.
Bei "Aber was sich manch andere Bewohner dieses (MEINEN EIGENEN!) Planeten..." müsste es "MEINES eigenen" heißen, glaube ich zmindest. Aber nur, wenn du das in Klammern mit in den Satz miteinbeziehen würdest. Wenn du es independent vom Satz hast, dann müsste es meiner tollen Meinung nach einfach "MEIN EIGENER" heißen.

Das war das Wort zum Sonntag, Guten Abend.

Veröffentlicht von: candy girl (aka kluger junge!) hühü | Dienstag, 30 Januar 2007

hmm.. anscheinend sind mit "Trackbacks" garnicht die Kommentare gemeint^^ egal.. im Spiel halt schon!

Veröffentlicht von: ich nochmal^^ | Dienstag, 30 Januar 2007

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