« ¡Vos mato, Putas! | HomePage
Samstag, 31 März 2007
Le Coup de Foudre
Löcher in die Luft starrend versuchte ich an etwas anderes zu denken. Ein Satz der sich wie ein Mantra durch mein fehlendes Hirn schlängelte, kein Ausweichen.
"Nein, ich bin dir nicht böse."
Was dann? Wenn dieser "Zwischenfall" zu jedem Zeitpunkt an dem ich daran dachte schon eine Ewigkeit her war, warum ging mir das nicht aus dem Kopf? Das "ging" wurde inzwischen zu einem "geht" und das ist wirklich nicht die einzige Veränderung in meinem Leben gewesen. Hab ich denn nichts anderes zu tun, als mich an einem Traum zu klammern, den ich brauche um mich irgendwie "erfüllt" zu fühlen? Gibt es denn nichts anderes was dieselbe Wirkung hat? Ja sprech ich kein Deutsch, was ist denn daran schwer zu verstehen, 'ein Wort', also?
Oder eben vier: "Danke, aber nein danke." (Eins davon kommt sogar zwei Mal vor) "Ich möchte nun nicht mehr, ich habe genug gegrübelt, glasig vor mich hin gestarrt, ich möchte bitte zurück in die reale Welt, jetzt." Wie, technische Störungen? Aus dem Knopf in meinem Ohr dringt Rauschen, Hüsteln, Kopfkratz-Stimmung. "Nuja,... Wir könn' hier nich die ganze Arbeit machen, Ma'am. Sie müss'n schon auch was dafür tun, nich? Wir... wir melden uns, ja." -Der Anschluß ist seperated gewesen. Für das Verwenden unserer Telefonfirma danke, wir hoffen, deine Stimme wieder zu hören bald.-
Synchronisation und Übersetzung schlecht, but you get the gist.
Jetzt muss ich für meine Fehler bezahlen, für diese kokette Unsicherheit. Mit Gedanken, die als Werbetafeln verwendet werden. Würde wohl bitte jemand den Strom ausstellen? Es blendet langsam und überhaupt, habe ich denn einen Gedankenscheißer? Ich möchte den freien Platz in meinem Kopf wieder zurück, wie teuer kommt das?
"Sie sind da nicht die einzige. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung, wie ich immer sage. Dass Sie Ihre Freigiebigkeit jetzt bereuen ist ja auch sehr menschlich. Aber wie Sie schon selbst sehen, billig wird das nicht. Sanierungen über Sanierungen, Zwischenlagerung der alten Gedanken, die wollen ja auch nicht jedes Drecksloch, so einfach schütteln Sie die nicht wieder ab." Scheiß Makler, ich verlass mich nie wieder auf niemanden.
Das schaff doch bestimmt selber? Den Topf mit der Wandfarbe bereit, Pinsel in der Hand. Oder: sich einfach erheben und einen Schritt nach vorne machen, damit man sich am Arschabdruck im Sofa auch an mich erinnert, wenn ich mal nicht mehr bin. (Leises Schluchzen, Taschentücher am Eingang)
Ich stehe also auf, versuche nicht auf dem lebensbedrohlichen Teppich auszurutschen und stelle mich mitten ins Zimmer. Wackelig auf den Beinen, aber hey, wie sich die Sichtweise verändert, wenn man nicht mehr im Dunkeln unter einer Decke liegt.
Quatsch, ich lüg hier rum. Kein Aufstehen, kein Rumlaufen, mittlerweile ein Werktag und fast ein Uhr nachts. Zeit friedlich an seinem Kissen herumzusabbern, was wohl getan werden wird. Und ich klammere mich weiter an meinen Traum und hoffe er kehrt auch diese Nacht wieder, damit ich es in absehbarer Zukunft durchstreichen kann, ein eindeutiges Wort auf meiner To-do-List, bei dem ich immer skeptisch die Augenbrauen verziehe und das wird sich nicht ändern.
Ich brauche wahrscheinlich noch eine rosa Tablette und das eigentlich schon seit einem Jahr.
19:55 Veröffentlicht in A Letter to Someone like You , Demonology & Heartache , Five Vicodin chased with a Shot of Clarity | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
































